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Buchtipps

Ein Polizist und eine Psychologin, ein Therapiegespräch, Frage und Antwort. So schlicht und nüchtern der Aufbau von Steffen Uhlys neuem Roman ist, so komplex und abgründig ist die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Eine Geschichte eines Mordes, eine Geschichte von Abhängigkeit und Gewalt, von Hinterlist und Täuschung. Gibt es eine Wahrheit dahinter? Gibt es überhaupt Wahrheit? Und wo bleibt die Schuld?

Auf den Spuren der vor Jahren auf Mallorca verschwundenen Tochter schleicht Tim Blanck als Privatermittler über die Insel. Mit ihm lernt man ein anderes Mallorca, jenseits der schönen Strände und der grandiosen Natur kennen. Die verkommene High society ebenso, wie die breite Schicht sozial Schwacher, Gewalt, Elend und Drogen. Ein skandinavischer Krimi im Licht des Südens. Ein düsteres Gegengewicht zum letzten, lichtdurchfluteten Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen.

Gute Bücher müssen nicht groß sein, sie müssen keine 1000 Seiten haben und nicht von berühmten Menschen stammen. Manchmal kommen sie bescheiden daher, stellen sich aber den schwierigsten Aufgaben und lösen sie in Wohlgefallen auf. Oder nicht Wohlgefallen. Sondern in einem Gefühl der Stimmigkeit. Mehr kann man nicht verlangen bei einem Buch, das sich der Aufgabe stellt, über die Liebe und den Wert des Lebens im Zeitalter von Auschwitz zu schreiben.

Gerade in unseren Hochtemperaturzeiten wird die Bedeutung von Wasser für jeden Lebensbereich offensichtlich. Vom Trinkwasser über das Brauchwasser bis zum industriellen Nutzwasser hält es alle gesellschaftlichen Bereiche am Laufen. Umso interessanter ist die Frage, wie in früheren Zeiten die Menschen mit Wasser und Wasserknappheit umgegangen sind, und welche Techniken sie dafür entwickelt haben.

Spontaneität ist vielleicht der Begriff, mit dem man die Fotografien von Vivian Maier charakterisieren kann. Die Armen und die Reichen, die Filmstars und die Arbeiter, die Banker und die Tramps, die Kinder und die Alten, die Weißen und die Schwarzen: Alle hat sie mit ihrer Kamera so nebenbei erfasst, den Moment eingefangen und mit großartiger Fotografierkunst wie in Stein gemeisselt.

Martha, Mikkels und Mats sind wieder da. Kirsten Boie hat nach 2 Jahren Pause den zweiten Band ihrer Sommerby-Geschichte geschrieben. Die Idylle auf der kleinen Insel in der Schlei bei Oma Inge hat endlich ihre Fortsetzung. Nach langem Zögern hat Papa endlich zugestimmt, dass die drei Kinder wieder in den Ferien zur Oma dürfen. Dort sind sie zwar sehr willkommen, doch von Anfang an liegt ein kleiner Schatten über der Idylle.

Als dystopischer Roman, als gnadenloses Ausleuchten der Tendenzen unserer Gegenwart, wird der Debütroman von Laura Lichtblau, ihres Zeichens Spex-Autorin, derzeit im Feuilleton gefeiert. Das mag schon sein, denn in Schwarzpulver knechtet eine rechtsradikale Regierung das Volk und vor allem die Frauen, die züchtig zurück an Heim und Herd geschickt werden sollen.

Kalender im Sommer? Ist das nicht ein wenig früh? Bekanntlich wird oft mit den Füßen abgestimmt, und diese sagen, dass Kalender gerne ein halbes Jahr zu früh gekauft werden. Ein Argument dafür ist, dass die großen, besonders schönen Kalender um die Jahreswende gerne einmal nicht mehr erhältlich sind. Besonders gilt das für die limitierten. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen haben wir eine Kalenderausstellung eingerichtet - für jetzt, oder als Anregung für später.  

Die Corona-Zeit hat es gezeigt: Schön ist es hierzulande. Und wenn man die Autotür geschlossen hält und sich stattdessen auf den Sattel schwingt, kann man weite Teil dieses schönen Landes durchaus bequem, ökologisch bewusst und gesundheitsförderlich erkunden - sowohl mit wie ohne Elektroantrieb. Noch besser geht es, wenn man entsprechend ausgerüstet ist, mit Landkarten, Tourenguide und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Denn gut geplant ist halb gewonnen und sowieso die größte Freude.