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Buchtipps

Dunkelblum - so könnte jede kleine Stadt, jedes größere Dorf in Deutschland heißen. Denn obwohl es in Österreich steht, sind auch dort die Menschen gezeichnet vom 20. Jahrhundert. Eva Menasse erzählt in ihrem neuesten Roman von den Verletzungen, von Krieg und Gewalt, von Antisemitismus und politischem Irrsinn, wie er dieseits und jenseits der Grenze bestanden hat und von den Opfern, die er gefordert hat.

Er ist wieder da, könnte man sagen, der alte-neue Bildband von Uta Süße-Krause in der bewährten Leinenausstattung, der zusammen mit dem Text von Martin Neher einen einzigartigen Einblick in Gegenwart und Vergangenheit des Zisterzienserklosters bietet.

Endlich ist es soweit: Der Bildband von Uta Süße-Krause und dem Text von Martin Neher über das Kloster Maulbronn ist wieder lieferbar.

Weil die 10-jährige Mona ihren Vater nicht kennt, von ihrer Mutter häufig allein gelassen wird und weder Freunde noch Geschwister hat, ist ihr Alltag oft einsam und schweigsam. Doch während andere durch Schweigen Mauern bauen, baut Mona eine Brücke. Eine Brücke zur roten Burg. Dorthin kann sie abends mit ihrem Pferd Sturm reiten, wenn sie es schafft, einen ganzen Tag zu schweigen.

Als sich im Jahr 1845 seit langem wieder einmal alle Brontë-Geschwister gemeinsam in ihrem Elternhaus in Haworth eingefunden haben, ereignet sich unweit des elterlichen Anwesens ein schrecklicher Mordfall.

Frage: Was ist das: ein schlecht gelaunter und gekleideter Kommissar, der irgendwie unsympathisch ist, eine flache Story mit Königskindern und uneleganter Geheimagentin, ein heruntergekommenes schottisches Castle mit alkoholisiertem Earl und Besen von Haushälterin, ein überforderter Terrorist?

Der leise Nieselregen, der derzeit über Maulbronn niedergeht, lockt noch die letzten Gräser und Blätter aus ihren winterlichen Futteralen. Es wird wieder grün, und damit bricht die Wander- und (zurzeit) Kurzurlaubzeit an. Rechtzeitig zum Saisonstart gibt es auch wieder neue Bücher und Karten, mit denen man kürzere und längere Touren planen kann.

Noch ist die Frühsommerkurve mit den neuen Krimis von Bannalec, Walker oder Ribeiro nicht erreicht, doch das Unterhaltungsniveau ist auch jetzt schon beträchtlich. Zurück aus der Schreibpause ist der Kommissar aus den Schären Thomas Andreasson von Viveca Sten, der sich in alten Knochen verbeisst.

Während die Bücher für Erstleser aus dem Moritz Verlag im Vergleich zu anderen Erstlesebüchern äußerlich eher durch Zurückhaltung auffallen, haben sie es im wahrsten Sinne des Wortes in sich.

Das Wunder und das Monster haben dieselben Wurzeln, so sagte einst Victor Hugo, und so haben es Sebastien Perez und Benjamin Lacombe an den Anfang ihrer Erstaunlichen Familie Appenzell gesetzt. Das neue Bilderbuch des Erfolgsduo ist einer Familie gewidmet, die es so wenig gab, wie die Royal Tenenbooms oder die Addams Family. Mit diesen gemeinsam hat sie eine düstere und ans gruselige grenzende Unheimlichkeit der Familienmitglieder.