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ISBN/EAN: 978-3-546-10026-7
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
28.07.2022
28.07.2022
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
384 S.
384 S.
Format (T/L/B):
3.5 x 21 x 13.5 cm
3.5 x 21 x 13.5 cm
Hersteller:
Ullstein Buchverlage GmbH
produktsicherheit@ullstein.de
Friedrichstr. 126
DE 10117 Berlin
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Unser Tipp für Sie
Willy und Horst, der schaffige Zimmermann und der halbseidene Hilfsarbeiter sind befreundet. Mit gnadenloser Aufmerksamkeit schickt Christian Baron beide in den Untergang. Orientiert an der Geschichte seines Großvaters schreibt der Autor eine Geschichte der BRD am Beispiel der Pfalz. Geboren in Kaiserslautern gelingen ihm authentische Berichte aus der Bundesrepulik der 70er Jahre, wie sie viele von uns noch kennen.
Beschreibung
Das Dröhnen und die Herrlichkeit, die Bürde und die Notwendigkeit des Lebens der "einfachen Leute" Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben. Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein - mit katastrophalen Folgen für beide. Schön ist die Nacht ist ein Roman der westdeutschen Siebzigerjahre, der Roman einer ganzen sozialen Klasse. Zwischen ihren nach Emanzipation strebenden Frauen und streikwilligen "Gastarbeitern", zwischen ihnen entgleitenden Kindern und sie unter Druck setzenden Chefs, zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit führen Willy und Horst aussichtslose Kämpfe um ihren Teil vom Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?
Über Christian Baron
Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier arbeitete er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur. 2020 erschien bei Claassen sein literarisches Debüt Ein Mann seiner Klasse, wofür er den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Literaturpreis 'Aufstieg durch Bildung' der noon-Foundation erhielt. Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie Klasse und Kampf erschien 2021 bei Claassen.