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ISBN/EAN: 978-3-910228-51-1
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
120 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 19 x 12 cm

Hersteller:
8 grad verlag
Dr. Matthias Grüb
info@8gradverlag.de
Sonnhalde 73
DE 79104 Freiburg


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Ein kleiner Händler, der mein Vater war

Roman mit einem Brief von Max Mayer an seinen Enkel Peter aus dem Jahr 1938

22,00 €

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Unser Tipp für Sie

In den letzten Monaten sind einige Romane erschienen, die sich der baden-württembergischen Vergangenheit des 20. Jahrhunderts widmen. Jüngstes Beispiel dieser Produktion ist ein Roman von Lotte Paepcke, in dem sie Episoden aus dem Leben ihres Vaters beschreibt. Der lebte als jüdischer Lederhändler in Freiburg, wurde unter den Nationalsozialisten vertrieben und kehrte nach dem Krieg zurück, ohne je wieder zu seinem alten Leben zurückkehren zu können. Der Roman lebt von der feinen Beschreibung des Alltags, vom "Ducken und Geradestehen", das auch für viele andere exemplarisch stehen kann.

Mit Kreuzweg von Rolf Zelter steht ein Mann im Zentrum, der bei einem kleinen Akt des politischen Widerstandes zu Tode kommt, und der in der Haller Nachkriegszeit im Gegensatz zu den politischen Verantwortlichen mit dem Bann des Vergessens belegt wird. Zelter leistet mit seinem kleinen Buch Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit.

Abseits von Ulrich Rüdenauer ist ein Roman, der die Nachkriegszeit aus dem Blickwinkel eines Jungen erfasst. Hier findet man ein ländliches, mutmaßlich hohenlohisches Idyll, in dem die finsteren Schatten des 2. Weltkriegs schwer über den Menschen hängen. Poetische Schwermut liegt über den Schilderungen einer heute weitgehend untergegangenen Welt.

Einen ganz anderen, von außen gerichteten und in mancher Hinsicht auch humorvolleren Blick richtet der lettische Autor Anslavs Eglitis auf das Ländle. In seinem Schwäbischen Capriccio strandet Peteris Drusts in "Pfifferlingen" am Fuße der Schwäbischen Alb. Als Großstädter findet er sehr zahlreiche Möglichkeiten mit den Dörflern und Kleinstädtern in mitunter abstruse Konflikte zu geraten. "Eigenwillig", "grotesk", "Slapstick" und "Lust an der Eskalation" sind Stichworte, mit denen dieses lange vergessene, autobiografisch grundierte Werk des lettischen Autors charakterisiert werden.

Wer sich für das Ländle interessiert, sollte zugreifen.

 

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Beschreibung

Lotte Paepcke erzählt die Lebensgeschichte ihres Vaters - eines jüdischen Lederhändlers aus Freiburg im Breisgau, dessen bürgerliche Existenz der Nationalsozialismus Stück für Stück zertrümmerte. Dieser erschütternde autobiografische Roman ist Zeitzeugenbericht und literarisches Kunstwerk zugleich. Max Mayer, ein feinsinniger Mann, verwurzelt in der deutschen Kultur und der Sozialdemokratie, führt sein Geschäft im Schatten des Münsters, spielt abends Mozart am Flügel und dient im Ersten Weltkrieg treu als Militärmusiker. Doch nach 1933 wird ihm alles genommen: Laden, Amt, Würde. Nach der traumatischen Haft im KZ Dachau gelingt die Flucht über die Schweiz nach New York, wo sich die alternden Eltern unter prekären Bedingungen durchschlagen. Die Rückkehr nach Freiburg bringt keine Versöhnung - nur eine unheilbare Fremdheit im eigenen Land. Paepcke schreibt mit poetischer Zärtlichkeit und schmerzhafter Klarheit über Emigration, Erinnerungskultur und die Zerrissenheit einer jüdischen Familiengeschichte zwischen Heimat und Vertreibung. Ein wichtiges Buch für Geschichtsinteressierte und alle, die verstehen wollen, was Verfolgung mit einem ganz gewöhnlichen Leben anrichtet.

Schlagzeile

ein zutiefst berührender, autobiografischer Roman