Trugbild oder Vision?
Seit seiner Kindheit wird Julians Leben geprägt von einer psychischen Störung, die dafür verantwortlich ist, dass er sogenannten Marker an Menschen in seinem Umfeld sieht. Seine Schulzeit wird bestimmt von Panikattacken, Ausgrenzung und Mobbing – bis sich eine Therapeutin findet, die sich seiner einzigartigen Krankheit annimmt und durch deren medikamentöse Behandlung Julians Trugbilder nach und nach verschwinden. Hoffnungsvoll wagt Julian endlich den Schritt in ein eigenständiges Leben, beginnt ein Studium und knüpft zaghaft erste Kontakte und Freundschaften, als ein Klassentreffen seine Welt auf den Kopf stellt. Seine Mitschülerin Verena, deren Beine früher immer von einem schleierhaften, roten Marker verdeckt waren, sitzt nach einem Kletterunfall im Rollstuhl. Waren Julians Trugbilder in Wirklichkeit Visionen? Und wenn ja, kann Julian die Menschen in seinem Umfeld vor ihrem Schicksal bewahren? Auf der Suche nach Klarheit beginnt Julian auf eigene Faust mehr über sich herauszufinden und macht dabei schockierende Entdeckungen...
Poznanski schafft es in ihrem neuen Roman wieder einmal durch Spannung und Fantasie zu begeistern. Gekonnt verwebt sie aktuelle Themen wie Mobbing, Queerness oder den Umgang mit psychischen Erkrankungen in eine fesselnde Handlung um den sympathischen Hauptcharakter. Nicht nur für Jugendliche und Poznanskifans ein lesenswerter, fantastischer Coming-of-Age Roman!