Die Preisträger des Herbstes
Immer wieder genannt, aber kaum über literarische Kreise hinaus bekannt: Lászlo Krasnahorkai hat den diesjährigen Nobelpreis für Literatur gewonnen, und jetzt haben wir - nach den üblichen Lieferschwierigkeiten, die auf eine solche Preisverleihung folgen - auch Bücher von ihm vorrätig.
Lászlo Krasznahorkai schreibt in einer nicht immer einfachen tiefgründigen, intensiven Sprache mit wunderbaren Bildern. Herscht 07769 ist der jüngste Roman des 1954 in Ungarn geborenen Autors, der lange in Berlin lebte, heute in Triest. Satanstango, sein vielleicht größter Erfolg, wird in wenigen Tagen ebenfalls wieder lieferbar sein.
Die andere Preisträgerin des Herbstes, Dorothee Elmiger, hat den Deutschen Buchpreis mit ihrem Roman Die Holländerinnen gewonnen. In ihrem Fall sind die Lieferschwierigkeiten ein wenig ausgeprägter, und wir hoffen, dass wir in der KW43 wieder Bücher von ihr zu Verfügung haben.
Die Holländerinnen ist ein vielschichtiger Roman mit zahlreichen Anspielungen auf große Werke der Weltliteratur, von Dante über Joseph Conrad bis Deleuze. Sehr reflektiert beschreibt sie die Reise einer Autorin zusammen mit einer Theatertruppe in den peruanischen Dschungel. Sie sind auf der Spur zweier verschwundener Holländerinnen und geraten bei ihrer Suche, die zugleich ein Erarbeiten eines Stückes ist, immer tiefer in eine von Hoffnungslosigkeit und Gewalt geprägte Welt.