Die Leipziger Shortlist ist da - aber noch nicht alle Bücher
Jetzt ist sie raus: die Shortlist für den Leipziger Buchpreis. Wie jedes Jahr im März blickt die Literaturwelt - in Deutschland - nach Leipzig, wo in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung die wichtigsten Preise des Landes nach dem Deutschen Buchpreis vergeben werden.
Und wie immer gehört zu den Merkwürdigkeiten, dass mehrere der Bücher noch gar nicht erschienen sind und so, trotz Nominierung, vom Publikum noch gar nicht gelesen werden können.
Dazu gehören die beiden Schwergewichte Wolf Haas und Christian Kracht, aber auch die weniger bekannten Kristine Bilkau und Esther Dischereit. Von Haas ist der schon zum Bestseller avancierte Kunstroman Wackelkontakt mit seiner an M. C. Escher angelehnten Spiegeltechnik nominiert. Von Kracht - ebenfalls noch nicht erschienen - ist sein neuer Roman Air aufgerufen, der diesmal nach Norwegen in ein romantisches Ende der Welt führt. Kristine Bilkau hat einen feinsinnigen Roman über familiäre Täuschungen geschrieben, und Esther Dischereit breitet ein multiperspektivisches Szenario einer jüdischen Familie im 20. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Shoa aus.
Im Sachbuch geht es unter anderem um Neapel (Maike Albath), das Ende der Weimarer Republik (Jens Bisky) und Rilke, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Seine Biographie stammt von der Marbacher Literaturmuseumsdirektorin Sandra Richter und arbeitet erstmals mit dem Material aus dem bis vor kurzem unbekannten Rilke-Nachlass.
Für den Übersetzerpreis sind unter anderem Verena von Koskull mit ihrer Übersetzung des monumentalen italienischen Romans Die Eisenbahnen Mexikos und Thomas Weiler mit seiner Übersetzung der Feuerdörfer, einer tieftraurigen Sammlung von Berichten Überlebender von Verbrechen der Wehrmacht in Belarus vorgeschlagen.
Die komplette Liste mit 15 Titeln finden Sie hier: https://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
Wir dürfen gespannt sein.