Der Sheriff von Raufarhövn ist zurück
Wer den isländischen Hang zu bizarren Geschichten teilt, der wird mit dem neuen Band von Jochen B. Schmidt mit seinem Sheriff von Raufarhövn sehr gut bedient. Der geistig ein wenig eingeschränkte Kalmann Odinsson löst auch in seinem zweiten Buch Fälle, von denen niemand vermutet hätte, dass es sie überhaupt geben kann.
Mit Hut, wenn auch ohne Waffe, führt ihn der Autor diesmal vom kleinen Städtchen im Nordosten Islands bis zum Sturm auf das Kapitol in Washington und zurück. In den USA treten das FBI auf und Kalmanns Vater, Onkel Bucky verhilft ihm zu manchem Kniff, und nach seiner unfreiwilligen Abreise ist Kalmann nicht nur traurig.
Bravourös schlägt sich der junge Mann mit Aggressionsproblem und reinem Herzen gegen alle Gegner. Im furiosen Finale wird der schlafende Berg des Titels, auch misty mountain genannt, nicht nur geweckt, sondern lernt sogar zu fliegen. Beeindruckend löst der Autor die erzählerischen Klippen, die ihm sein Setting beschert. Unbedingt empfehlenswert.