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RemiSe - Architektur zwischen Mittelalter und Moderne in Maulbronn 1800-1820

14.11.2019 bis 29.12.201917:00 Uhr

Als Abschluss der Ausstellungstätigkeit der Buchhandlung zeigen wir das Gehäuse der Ausstellung selbst: die ehemalige Remise des Klosters Maulbronn. Das unscheinbare Gebäude ist dank seines geschweiften Giebels ein beliebtes Motiv im Bilderstrom des internationalen Tourismus. Zu seiner Entstehungszeit wurde der Giebel auch „gotisch“ genannt.

Tatsächlich handelte es sich um eine damals (1816/1817) höchste moderne und innovative Bauform. Vor allem Berliner Architekten wie David und Friedrich Gilly propagierten das sogenannte Bogenbohlendach als wegweisend. Es sei günstiger in der Herstellung, ermögliche weitüberspannte Räume und benötige weniger Holz.

Die Maulbronner Remise ist eines der wenigen süddeutschen Beispiele dieser technologischen Innovation. Sie entstand zu einer Zeit als zahlreiche angehende und erfolgreiche Architekten das Kloster besuchten. Friedrich Weinbrenner, Georg Moller, Christian Zais, Johann Michael Knapp oder Sulpiz Boisserée vermaßen das Kloster, lebten zeitweise an der Salzach, und gehörten zu den Wegbereitern der neugotischen Architektur.

Wir zeigen ein Modell des Gebäudes, das einen Einblick in die Konstruktion erlaubt. Dazu sind historische Architekturwerke, Radierungen, Lithographie und Akten zur Remise in ihrem Kontext von technologischer Innovation und beginnender Neugotik zu sehen.

Eröffnung am Donnerstag, den 14. November, 17 Uhr

Eintritt frei, geöffnet wie unsere Buchhandlung

Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch erschienen, geb., zahlreiche Abbildungen, Fadenheftung, 96 S., 25 €, in einer einmaligen Auflage von 150 nummerierten Exemplaren.