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Neues zu Maulbronn und ein wenig Hölderlin

Er ist wieder da, könnte man sagen, der alte-neue Bildband von Uta Süße-Krause in der bewährten Leinenausstattung, der zusammen mit dem Text von Martin Neher einen einzigartigen Einblick in Gegenwart und Vergangenheit des Zisterzienserklosters bietet.

Aber er ist nicht allein. Mit Pindars Flug und Klopstocks Größe ist jetzt auch der Vortrag von Manfred Gessat im Druck erschienen, den er im vergangenen Jahr im Oratorium gehalten hat. Hölderlin in Maulbronn ist sein Thema, und damit die Zeit, die den Dichter in mancherlei hinsicht geprägt hat, die vor allem aber Einblick in die formative years eines Dichters, der wie wenige andere bis heute Inspiration für Dichter ist.

Interessant dabei ist, wie Gessat immer wieder Analogien zwischen den beiden bekanntesten Maulbronner Dichtern, Hölderlin und Hesse herstellt. Ganz unangestrengt und doch überraschend stehen die beiden Autoren auf einmal als in mancher Hinsicht geistesverwandt nebeneinander.

Nicht vergessen werden soll der Roman Bauer Bruder Adliger. Eine ungewöhnliche Biographie von Wilhelm Haas, der schon im vergangenen Jahr im Verlagshaus Jeff Klotz als Taschenbuch erschienen ist, und der die Zeit der enzbergischen Übergriffe auf das Kloster im 13. Jahrhundert zum Gegenstand hat.

Außerdem gibt es ebenfalls schon seit letztem Dezember eine weitere Hölderlin-Produktion: Verehrungswürdigste Mutter - Mein lieber Fritz. Briefwechsel zwischen Friedrich Hölderlin und seiner Mutter Johanna Gock. Hier hat Ulrike Mross den echten, erhaltenen Briefen Hölderlins fiktive Briefe seiner Mutter gegenübergestellt.

Auch der Krimi von Ulrich Land, Hölderlins Filmriss. Schwaben-Krimi mit Rezepten, eine Geschichte, die im Tübingen von 1807 spielt, gehört in diese Kategorie von Büchern, die sich an einem berühmten Gegenstand abarbeiten und dabei Neues erfinden.

Die eigentliche und interessanteste Arbeit findet aber dort statt, wo schon die berühmten Vorbilder tätig waren: In der Schreibstube der Poeten. In der Reihe der Fernen Spuren ist mit dem Band II Pallaksch erschienen, Hölderlin in Stuttgart. Autoren wie Jan Wagner, Monika Rinck oder Lady Bitch Ray haben in diesem kleinen, typographisch wie immer sehr schön gestalteten Bändchen die Arbeit des Dichters in der Gegenwart fortgesetzt. Unbedingt empfehlenswert.

 

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